Die invasive Tapinoma magnum (Grosse Drüsenameise) stammt ursprünglich aus dem südlichen Mittelmeerraum. Mit zwei bis fünf Millimetern Körperlänge ist sie kleiner als viele einheimische Ameisenarten. Eine eindeutige Bestimmung kann meist nur durch Fachpersonal vorgenommen werden. Typisch ist jedoch ihre einheitliche schwarze Färbung sowie die sehr gut ersichtlichen Grössenunterschiede zwischen den einzelnen Tieren innerhalb derselben Kolonie. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist zudem ihr sehr typischer Geruch, der beim Zerdrücken der Ameise an Buttersäure oder Aceton erinnert.
Die Verschleppung erfolgt häufig über Topf- und Gartenpflanzen sowie über den Transport von Erdmaterial, Bau- und Gartenabfällen. Im Gegensatz zu einheimischen Ameisenarten bilden sie sogenannte unterirdische Superkolonien (mehrere kooperierende Nester) mit vielen Millionen Individuen.
In der Gemeinde Boppelsen befindet sich ein Quartier, welches von den Tapinoma magnum befallen ist. Der Kanton Zürich hat gegenüber der Gemeinde Boppelsen eine Bekämpfungsempfehlung ausgesprochen, mit dem Ziel, die Ameisenpopulation zu tilgen und damit weitere mögliche Schäden vorbeugend zu verhindern.
Der Gemeinderat hat mit der Schädlingsbekämpfung die spezialisierte Firma Inro AG, Gundetswil, beauftragt.
Vorgehen bei Verdachtsfall
Haben Sie einen Verdacht auf die Tapinoma-Ameise, dann gehen Sie bitte wie folgt vor:
Prüfen Sie anhand folgender Kriterien
- Geruch der zerdrückten Ameisen nach Buttersäure / Aceton
- Unterschiedlich grosse Tiere in einer Kolonie von 2–5 mm
- Tapinoma magnum sind komplett schwarz gefärbt, es gibt keine Rot- oder Brauntöne
- Sie bewegt sich in grosser Zahl in mehrspurigen Ameisenstrassen
- Die Eingänge der Nester sind zum Beispiel unter Steinplatten oder Orten mit wenig bodennaher Vegetation
- Die Tapinoma-Ameise ist im Vergleich zu einheimischen Ameisen sehr wehrhaft und reagiert auf Störung ihrer Nester mit unmittelbarem Gegenangriff
- Fortbewegung ist typisch, sie bewegt sich zielstrebig und ohne kurze Zwischenstopps fort
Melden Sie einen Verdachtsfall bei der Koordinationsstelle
Treffen mehrere der oben aufgeführten Kriterien zu, kontaktieren Sie bitte direkt die Gemeindeverwaltung: michaela.egloff@boppelsen.ch
Auskünfte:
Gemeindeverwaltung Boppelsen | Oberdorfstrasse 2 | 8113 Boppelsen
Telefon 044 849 70 07 | michaela.egloff@boppelsen.ch
