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Im Furttal startet der Passagierbetrieb mit selbstfahrenden Fahrzeugen

Ab dem 28.09.2026 startet im Furt­tal der öffentliche Pas­sagier­be­trieb des Pilotver­suchs «iamo – intel­li­gente automa­tisierte Mobil­ität». Fahrgäste kön­nen dann erst­mals in der Schweiz selb­st­fahrende Fahrzeuge buchen und nutzen, wobei weit­er­hin eine Sicher­heitsper­son mit an Bord ist. «iamo» will zeigen, wie automa­tisierte Mobil­ität den öffentlichen Verkehr weit­er­en­twick­eln und flex­i­bler gestal­ten kann – ins­beson­dere auf der ersten und let­zten Meile.

Im Furt­tal startet der Pas­sagier­be­trieb mit selb­st­fahren­den Fahrzeu­gen

Ab dem 28.09.2026 startet im Furt­tal der öffentliche Pas­sagier­be­trieb des Pilotver­suchs «iamo – intel­li­gente automa­tisierte Mobil­ität». Fahrgäste kön­nen dann erst­mals in der Schweiz selb­st­fahrende Fahrzeuge buchen und nutzen, wobei weit­er­hin eine Sicher­heitsper­son mit an Bord ist. «iamo» will zeigen, wie automa­tisierte Mobil­ität den öffentlichen Verkehr weit­er­en­twick­eln und flex­i­bler gestal­ten kann – ins­beson­dere auf der ersten und let­zten Meile.

Automa­tisiertes Fahren gilt als eine der wichtig­sten tech­nol­o­gis­chen Entwick­lun­gen im Mobil­itäts­bere­ich und hat grosse Fortschritte gemacht. Die vier Pro­jek­t­part­ner sehen ins­beson­dere im öffentlichen Verkehr (ÖV) ein gross­es Poten­zial für Ange­bote mit automa­tisierten Fahrzeu­gen. Der gemein­same Pilotver­such «iamo» soll zeigen, wie der ÖV dort ergänzt wer­den kann, wo klas­sis­che Ange­bote an ihre Gren­zen stossen – zum Beispiel während Randzeit­en oder in dünn besiedel­ten Regio­nen. Als Testre­gion wurde das Furt­tal aus­gewählt. Auss­chlaggebend dafür waren die viel­seit­ige Sied­lungsstruk­tur, die Grösse der Region sowie das beste­hende ÖV-Netz mit ein­er zen­tralen S‑Bahn-Lin­ie.

«iamo» startet den öffentlichen Passagierbetrieb

Ab dem 28.09.2026 kön­nen Fahrgäste indi­vidu­elle Fahrten in einem der drei Per­so­n­en­wa­gen buchen und automa­tisierte Mobil­ität im All­t­ag nutzen. Die Fahrzeuge fahren im selb­st­fahren­den Modus im reg­ulären Verkehr und bedi­enen knapp 100 vordefinierte Hal­tepunk­te in den Gemein­den Bop­pelsen, Dänikon, Hüt­tikon und Otelfin­gen. Auf dem Fahrersitz befind­et sich eine Sicher­heitsper­son, der Beifahrersitz bleibt aus Sicher­heits­grün­den frei. Die Buchung der Fahrten erfol­gt über die App «iamo». Bis zu drei Fahrgäste pro Auto wer­den an den Hal­tepunk­ten abge­holt und inner­halb des Betrieb­s­ge­bi­ets an ihr Ziel gebracht.

Der Preis set­zt sich pro Fahrt zusam­men aus ein­er Grund­pauschale von CHF 4.70 und einem Kilo­me­ter­preis von CHF 0.38. Da es sich um einen Pilotver­such han­delt, ist dieses Ange­bot nicht ins ÖV-Sys­tem inte­gri­ert. Gen­er­al­abon­nements und andere ÖV-Abos sind daher nicht gültig. Das Ange­bot ste­ht Per­so­n­en ab 12 Jahren zunächst täglich zwis­chen 13 Uhr und 17 Uhr zur Verfügung.



 

 Erfahrun­gen im reg­ulären Strassenverkehr

Der aktuelle Pas­sagier­be­trieb baut auf umfan­gre­ichen Tests auf: Im Som­mer 2025 waren die ersten bei­den Fahrzeuge im Furt­tal unter­wegs. Damals wur­den sie noch manuell ges­teuert und erstell­ten eine hoch­präzise dig­i­tale Karte der Pilotre­gion. Diese dient nun – in Kom­bi­na­tion mit Echtzeit­dat­en – als Grund­lage für die sichere Nav­i­ga­tion der Fahrzeuge im automa­tisierten Modus.

Im Novem­ber 2025 erteilte das Bun­de­samt für Strassen (ASTRA) dem Pilotver­such die Bewil­li­gung zum automa­tisierten Fahren. Sei­ther sind bis zu drei Fahrzeuge selb­st­fahrend im reg­ulären Strassen­verkehr unter­wegs, stets mit ein­er Sicher­heitsper­son hin­ter dem Lenkrad. Die Fahrten fan­den zu unter­schiedlichen Tageszeit­en und Wet­ter­la­gen sowie bei vari­ieren­dem Verkehrsaufkom­men statt. Sämtliche Ein­sätze wur­den doku­men­tiert und aus­gew­ertet, um das Fahrver­hal­ten kon­tinuier­lich weiterzuentwickeln.

 

Aus­blick auf den weit­eren Versuchsverlauf

Im weit­eren Pro­jek­tver­lauf soll die Flotte durch Klein­busse ergänzt und Fahrten ohne Sicher­heitsper­son an Bord ermöglicht wer­den. Die Fer­nüberwachung der Klein­busse ohne Sicher­heitsper­son übern­immt dann geschultes Per­son­al aus der zen­tralen Leit­stelle von Eurobus. Voraus­set­zung dafür ist eine entsprechende Freiga­be des ASTRA.

Die aktuell einge­set­zten Per­so­n­en­wa­gen wer­den hinge­gen während des gesamten Pas­sagier­be­triebs von ein­er Sicher­heitsper­son begleit­et. Ein fahrerlos­er Betrieb mit den Pro­to­typ-Fahrzeu­gen wäre mit einem zu hohen Aufwand ver­bun­den. Deshalb konzen­tri­ert «iamo» seine Kräfte bere­its heute auf die weit­eren Pro­jek­tschritte wie den geplanten Ein­satz der Kleinbusse.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum Ange­bot, zu den Betrieb­szeit­en, Hal­tepunk­ten sowie zu den App-Links find­en sich unter: www.iamo.swiss

Gemein­same Medi­en­mit­teilung des Swiss Tran­sit Lab, der Volk­swirtschafts­di­rek­tion Kan­ton Zürich, des Departe­ments Bau, Verkehr und Umwelt des Kan­tons Aar­gau und der SBB vom 24.09.2026

 

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